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Aktuelles zum Waldstrandbad

Autor: Frau Romme
Artikel vom 23.07.2019

Aktuelles zum Waldstrandbad

In der Sitzung des Stadtrates am 10.07.2019 wurde erneut die Thematik Waldstrandbad behandelt. Hierzu erhielten die Stadträte Informationen über den derzeitigen Sachstand bezüglich Wasserqualität und Zerkarien. Der technische Leiter berichtete über die Maßnahmen zur Wiederaufnahme des Badebetriebs und Vertreter der zuständigen Aufsichtsbehörde (Gesundheitsamt Ansbach) erläuterten den Grund der momentanen Schließung des Waldstrandbades und beantworteten Fragen aus dem Gremium.

Für den Vollzug des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) werden durch ein unabhängiges Labor wöchentliche Wasserproben entnommen und untersucht. Hierbei wird das Aufkommen von Pseudomonas aeruginosa, E.Coli und Enterokokken bewertet.  

Es wurde festgestellt, dass der Grenzwert der Bakteriengattung Pseudomonas aeruginosa überschritten war, dass ein Badeverbot ausgesprochen werden musste.

Frau Dr. Halbig und Herr Teutsch (Gesundheitsamt Ansbach) erläuterten die gesetzlichen Vorgaben der Messwerte und deren Beprobung, die für ein „sonstiges Badegewässer“ vorgeschrieben sind. Gemäß dem Bescheid des Gesundheitsamtes Ansbach dürfen die Werte für Pseudomonas aeruginosa nicht über 100 KBE/100 ml liegen. Die aktuellen Beprobungswerte des Bakteriums Pseudomonas aeruginosa überschreiten derzeit den Grenzwert. Unter diesen Umständen müssen Maßnahmen ergriffen werden, so dass der Wert sich wieder auf kleiner als 10 KBE/100 ml reduziert. Erst dann kann ein Badeverbot wieder aufgehoben werden.

Die Beprobungen werden ausschließlich auf eventuell vorhandenen Bakterien durchgeführt. Zerkarienaufkommen werden hierbei nicht berücksichtigt, da diese kein Parameter nach dem Infektionsschutzgesetz darstellen.

Bezugnehmend auf Zerkarien berichtete Frau Dr. Halbig, dass das vermehrte Auftreten nicht ausschließlich im Waldstrandbad Windsbach vorherrscht. Weitere Bäder im Landkreis sind ebenfalls von einer auffallend großen Menge dieses Zerkarienbefalls betroffen.

Förderlich für die Vermehrung und Überlebensdauer seien Wassertemperaturen über 18°C und Zwischenwirte wie Schnecken.

Im weiteren Verlauf der Sitzung schildert die Verwaltung dem Gremium die laufenden Maßnahmen zur Bekämpfung der Keime und des Zerkarienaufkommens.

Die Vertreter der Behörde beantworteten diverse spezifische Fragen aus dem Gremium. Es wird von den Vertretern des Gesundheitsamtes bestätigt, dass das Bad nicht hätte weiter betrieben werden dürfen, wenn es keiner Sanierung unterzogen worden wäre.

Zwischenzeitlich konnte der erste Termin mit einem sachverständigen Gutachter wahrgenommen werden. Dieser wird bis Ende August, nach Auswertung aller Unterlagen und seiner Inaugenscheinnahme, eine Stellungnahme/Gutachten erstellen. Die Maßnahmen, die von den Mitarbeitern der Stadt Windsbach zur Wiederaufnahme des Badebetriebes ergriffen wurden, hat er als zielführend und geeignet bewertet.

In der KW 31 findet ein weiterer Termin mit einem anderen Sachverständigen statt.

Leider kann das Waldstrandbad in der KW 30 noch nicht öffnen, weil ein Wert der Beprobung Pseudomonas aeruginosa immer noch über dem Grenzwert von <10 KBE/100ml liegt.

(Stand: 23.07.2019)

http://www.waldstrandbad-windsbach.de/index.php?id=315